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Deutsche Spieler |
05.05.2006 |

Der lange Weg zur ersehnten Spitze
Osnabrück
Die deutschen WM-Spieler (Folge 2): Jens Lehmann – „Ich kenne keinen, der kompletter ist als ich“
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Jens Lehmann |
Wurzeln:
Jens Lehmann stammt aus einer Familie, in der Fußball keine Rolle spielte. Dennoch fand der Essener mit sechs Jahren zur DJK Heisingen, wo er als Feldspieler begann. Bei Schwarz-Weiß Essen, wo er Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff kennen lernte, wurde er 1978 als Torwart entdeckt.
Vorbild und Freunde:
Als Jugendlicher schwärmte er für den Kölner Toni Schumacher, den er nach seinem Wechsel zu Schalke 04 kennen lernte. „Ich habe viel von ihm gelernt in puncto Einstellung und Technik“, sagt Lehmann. Förderer und Freunde des Schlussmanns sind Jugendkumpel Oliver Bierhoff und Ex-Rivale Andreas Köpke, der sein Torwart-Trainer beim DFB ist.
Karriere:
Früh galt Lehmann als kommender Nationaltorwart. Sein Aufstieg war steil und führte ihn 1998 in die Nationalmannschaft. Doch er erlebte auch Tiefen: Kreuzbandriss 1992, der missglückte Wechsel 1998 zum AC Mailand, die schwere Krise 2000/2001 in Dortmund, als ihn Fans verbal und tätlich attackierten. Als er 2003 zu Arsenal London wechselte, war er zur internationalen Klasse gereift. Die Nominierung als WM-Torwart Nr. 1 ist der Höhepunkt.
Besonderes:
1997 erzielte er als erster Torwart der Bundesliga ein Feld-Tor. Sekunden vor Schluss glich er per Kopf für Schalke zum 2:2 in Dortmund aus.
Zitat:
„Ich habe bisher noch keinen Torwart kennen gelernt, der vom Können her kompletter ist als ich.“
Über ihn:
„Er ist besessen wie Toni Schumacher.“ Das Fachblatt Kicker.
Persönliches:
Lehmann hat nach dem Abitur bis zu seinem Wechsel nach Mailand in Münster Volkswirtschaft studiert. Der bekennende Katholik hat mit seiner Frau Conny drei Kinder.
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