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Deutsche Spieler |
15.05.2006 |

Tore und Salti: Ein Spätstarter als Überflieger
Osnabrück
Die deutschen WM-Spieler (Folge 5): Miroslav Klose – Deutschlands Stürmer Nummer eins
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Miroslav Klose |
Wurzeln:
Sie liegen in Polen. Das Talent wurde „Miro“ gewissermaßen in die Wiege gelegt. Vater Jozef Klose war Profifußballer bei Odra Oppeln und später auch bei AJ Auxerre in Frankreich. Seine Mutter Barbara bestritt 82 Länderspiele für die polnische Handball-Nationalmannschaft. Im Alter von acht Jahren kam Klose mit seiner Familie nach Deutschland. Er spielte zunächst in der Jugend des SG Blaubach-Diedelkopf in der Pfalz.
Vorbilder und Freunde:
Ein echtes Vorbild hat der bescheiden gebliebene Klose nicht. Eine Freundschaft verbindet Klose mit dem Behindertensportler und dreifachen Paralympics-Sieger Wojtek Czyz, mit dem er sich auch gern auf Polnisch unterhält – wie übrigens auch mit seinem Kollegen aus der Nationalmannschaft, Lukas Podolski.
Karriere:
Klose ist so etwas wie ein Spätstarter, denn noch bis 1998 spielte er für Blaubach in der Bezirksliga Westpfalz. Über die 2. Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern empfahl sich der Stürmer für höhere Aufgaben – der Durchbruch auf Bundesliga-Ebene gelang im Jahr 2000. Auch DFB-Teamchef Rudi Völler mochte nicht auf die Dienste des kopfballstarken Angreifers verzichten. Klose dankte es ihm mit Toren, insbesondere bei der WM 2002 in Japan und Südkorea, wo er mit fünf Treffern den zweiten Platz in der Torjägerliste einnahm und dafür den „Silbernen Schuh“ erhielt. Reibungslos vollzog sich der Wechsel Kloses von Kaiserslautern zu Werder. An der Weser schlug er auf Anhieb ein. Bezeichnenderweise erzielte er das entscheidende, die Champions League garantierende Tor in Hamburg. 25 Treffer und 14 Vorlagen sind eine beeindruckende Saisonbilanz.
Besonderes:
Der sprunggewaltige Klose feiert seine Tore häufig mit einem Salto. Überdies genießt er den Ruf, ein besonders anständiger Sportsmann zu sein. Vom Verband Deutscher Sportjournalisten erhielt er die Fairplay-Trophäe. Im Spiel gegen Bielefeld (Mai 2005) hatte er durch seine Aussage dem Schiedsrichter gegenüber dafür gesorgt, dass der Referee eine Elfmeter-Entscheidung zurücknahm.
Zitat:
„Ich spiele momentan an meinem Limit. Und für die WM habe ich mir sechs Tore vorgenommen.“
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