Eine Seite zurück
Zum Seitenanfang
Zur Startseite
Druckversion
Leserbrief
Artikel versenden
Bild vergrößern
Fenster schließen
zurückblättern
weiterblättern
Zur Übersicht
Mehr zum Thema
weiter...
zurück
Pixelgrafik
Zur Startseite
Das aktuelle Wetter in Osnabrück
Lufttemperatur: -4,5°C
10. März 2010
Wind: 2,4 km/h, Süd-West
von 05:55 Uhr
Heutiger Niederschlag 0 mm
 
Messung: UniOS, Fachb. Physik
Weitere Details »
pixelgrafik
10.03.2010 ] Startseite Anzeigen & Prospekte Shop Kontakt Aboservice ePaper Impressum Suche:
Neue OZ Meller Kreisblatt Wittlager Kreisblatt Bramscher Nachrichten Bersenbrücker Kreisblatt Lingener Tagespost Meppener Tagespost Ems-Zeitung
INFORMATION
Lokales
VfL Osnabrück
Lokale Videos
 
Sport
Nachrichten
Vermischtes
Kultur
 
kfz-welt.de
Wetter
Computer
Wirtschaft
Wissenschaft
Videos
Bildergalerien
Interviews
Serien
Reportagen
UNTERHALTUNG
Tippspiel
Wonneproppen
WebCam Storch
Denksport
SERVICE
Traueranzeigen
Grußanzeigen
Anzeigen & Prospekte
Termine
Ticketshop
Aboservice
ePaper
Mobiles Portal
os1.tv
Twitter
Ausbildung im Verlag
Shop
OS-/EL-Card
Leserreisen
Notdienste
Lebenshilfe
Gesundheit
Recht / Urteile
Online-Werbung
Branchenbuch
Aktuelles 09.02.2010
-

Hartz IV-Urteil: Staat muss für Kinder mehr tun

dpa Karlsruhe.
Die Bundesregierung muss die Regelsätze für alle gut 6,5 Millionen Hartz-IV-Bezieher neu berechnen und damit noch höhere Sozialausgaben einplanen. Die bisherige Regelung verstoße gegen das Grundgesetz, entschied das Bundesverfassungsgericht heute in Karlsruhe. Besonders für Kinder in Hartz-IV-Familien könnte es nun mehr Geld geben.

Chance für Kinder? Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nach dem Urteil mehr für sie und ihre Bildung tun.
Chance für Kinder? Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nach dem Urteil mehr für sie und ihre Bildung tun.
Foto: dpa
Deutschlands höchste Richter ließen aber offen, ob Bezieher des Arbeitslosengeldes II generell höhere Leistungen bekommen müssen. Die noch von der rot-grünen Bundesregierung eingeführte Berechnungsbasis sei nicht nachvollziehbar. Die Kalkulation sei nicht transparent und orientiere sich nicht genug an der Realität. Das Gericht forderte den Gesetzgeber auf, bis zum 31. Dezember eine Neuregelung zu schaffen.

Damit muss bei einer der größten Sozialreformen in der deutschen Nachkriegsgeschichte erheblich nachgebessert werden. Erfolgreich geklagt hatten drei Familien aus Bayern, Hessen und Nordrhein- Westfalen.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung kündigte eine schnelle Umsetzung an. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wollte aber nicht kommentieren, ob es zu Mehrausgaben kommen wird. Sozialverbände sprachen von einer „schallenden Ohrfeige“ für die Regierung, da nun das gesamte Hartz-IV-System reformiert werden müsse.

Für die SPD ist damit auch die Mindestlohn-Debatte neu eröffnet. Es könne nicht sein, dass jemand ohne Arbeit mehr Geld bekommt als jemand, der den ganzen Tag einer Arbeit nachgeht, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann.

Bisherige Regelung bleibt erst einmal gültig

Bis zur Änderung bleibt die bisherige Regelung gültig. Ab sofort können Hartz-IV-Empfänger jedoch einen besonderen Bedarf geltend machen, der durch die bisherigen Zahlungen nicht gedeckt wird. Voraussetzung: Es handelt sich um einen Bedarf, der laufend besteht und nicht durch Einsparungen oder Unterstützung Dritter gestemmt werden kann. Das könnte zum Beispiel beim Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung der Fall sein.

Alle in durch diese Zahlungen für den besonderen Bedarf drohen dem ohnehin schwer gebeutelten Staat in diesem Jahr höhere Ausgaben für Hartz IV. Bereits jetzt liegt die Neuverschuldung auf der Rekordhöhe von fast 100 Milliarden Euro.

In Deutschland beziehen mehr als 6,5 Millionen Menschen Hartz-IV- Leistungen, darunter 1,7 Millionen Kinder. Besonders sie sollten bessergestellt worden, forderten die Richter. Bei der bisherigen Berechnung werde der Realität wenig Rechnung getragen. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, monierten die Karlsruher Richter.

Nach dem Urteil durfte der Gesetzgeber zur Sicherung eines „menschenwürdigen Existenzminimums“ zwar feste Regelsätze schaffen. Aber deren Berechnung ist nach Ansicht der Karlsruher Richter nicht korrekt gewesen. So sei nicht nachvollziehbar, dass die Ausgaben für Bildung und das gesellschaftliche Leben ausgeklammert worden seien – etwa für Internetnutzung, Kino und Theater oder die Mitgliedschaft im Sportverein.

Die Berechnung müsse nun in einem transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf neu erfolgen. Geschätzte Abschläge „ins Blaue hinein“ seien nicht angemessen. Da die Grundlage bei den Regelsätzen für Erwachsene nicht stimmt, schleppt sich der Fehler bis zur Berechnung der Kinder-Sätze durch.

Bei der neuen Berechnung kann der Gesetzgeber laut Urteil an dem Statistikmodell festhalten, das er bislang gewählt hat. Grundlage für die neuen Berechnung könnten dann die Ergebnisse der Einkommens- und Verbraucherstichprobe 2008 sein, die das Statistische Bundesamt im Herbst 2010 vollständig vorlegt.

Gesetzgeber soll spezielle Bedürfnisse von Kindern beachten

Bei Kindern müssten sich die Regelsätze an deren speziellen Bedürfnissen orientieren, betonte das Gericht. Alltagserfahrungen deuteten auf einen besonderen kinder- und altersspezifischen Bedarf hin. Das gelte vor allem für schulpflichtige Kinder. Könnten sie notwendige Materialien wie Bücher, Hefte oder einen Taschenrechner nicht zahlen, drohe den hilfebedürftigen Kindern der „Ausschluss von Lebenschancen“. Es bestehe die Gefahr, dass sie später nicht in der Lage seien, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Die sei mit dem Prinzip des Sozialstaates nicht vereinbar.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene liegt bisher bei 359 Euro monatlich, bei Inkrafttreten des Gesetzes Anfang 2005 waren es noch 345 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Leistungen gestaffelt, und zwar ausgehend vom Regelsatz: Unter sechs Jahren gibt es 60 Prozent (215 Euro), unter 14 Jahren 70 Prozent (251 Euro), darüber 80 Prozent (287 Euro).

Die Diakonie lobte die Entscheidung aus Karlsruhe. „Die vom Grundgesetz garantierte Existenzsicherung ist nicht verwirklicht“, sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. Jetzt müsse der Gesetzgeber schnellstmöglich handeln und die Regelsätze kindgerecht und existenzsichernd ausgestalten.

Allein höhere Kinderregelsätze lösen nach Einschätzung des Kinderschutzbundes bestehende Systemmängel der Familienförderung nicht. „Dieses System ist insgesamt sozial ungerecht, bürokratisch und intransparent“, sagte der Vorsitzende Heinz Hilgers.



Aktuelle Bildergalerien - Nachrichten
  • 09.03.2010

    Überleben bei minus 28 Grad
    (13 Bilder)
  • 28.02.2010

    Sturmtief "Xynthia" tobt über Europa
    (44 Bilder)
  • 28.02.2010

    Chaos und Verzweiflung in Chile nach Jahrhundertbeben
    (24 Bilder)
  • 27.02.2010

    Jahrhundertbeben erschüttert Chile
    (22 Bilder)
  • 22.02.2010

    Reise nach Afghanistan: Von Leibwächtern und Patrouillenfahrten
    (13 Bilder)
  • 21.02.2010

    Mindestens 40 Tote im Ferienparadies Madeira
    (11 Bilder)
  • 18.02.2010

    Bluttat an Berufsschule in Ludwigshafen
    (15 Bilder)
  • 15.02.2010

    Signal übersehen: Züge stoßen zusammen
    (12 Bilder)
  • 12.02.2010

    Pressefoto des Jahres 2009: Nächtlicher Protest im Iran
    (20 Bilder)
  • 03.02.2010

    100 Tage Schwarz-Gelb: Stolperstart statt Spitzentempo
    (17 Bilder)
  • 29.01.2010

    Erster Preis für Neue Osnabrücker Zeitung
    (11 Bilder)
  • 28.01.2010

    Apples neues iPad
    (8 Bilder)




 

nicht eingeloggtBenutzer-Login
  Benutzer:
  
  Passwort:
    
  
 » Neu anmelden
 » Passwort vergessen?
 » Infos zur Registrierung

Zoom.In TV
Videonachrichten

Automobiles
kfz-welt.de

Sport
Button für Formel 1

Wirtschaft
Button für Wirtschaft

Wissenschaft
Button für Wissenschaft

Medien
Button für Medien
Aktuelles aus den Rubriken
Osnabrücker Land
10.03.2010
Gesamtschule: Höltermann kontert
10.03.2010
Deutsche Bank will den Mittelstand stärken
10.03.2010
Heckeschneiden bald ein Vergehen?
10.03.2010
Wellnesstag für mutige Mittelständler
10.03.2010
Der Hahn im Korb war auch dabei
10.03.2010
Berufsinfo Auf dem Weg zum Manager
09.03.2010
Heckeschneiden ein Vergehen? - Neues Naturschutzgesetz wird von Behörden unterschiedlich ausgelegt
09.03.2010
Mit dem Kombiticket ab ins „Blütenmeer“
09.03.2010
Berufsinfo Chancen im Pflegebereich
09.03.2010
Auf dem Weg zu berührenden Gottesdiensten
09.03.2010
Streit unter Grünen spitzt sich weiter zu
08.03.2010
Eklat bei den Grünen: Vorstand verlässt aus Protest Kreisversammlung
08.03.2010
Mut, Marketing und Tradition
08.03.2010
Mögliche Spione im fernen Moskau mit Plattdeutsch ausgetrickst
Stadt Osnabrück
09.04.2010
Osnabrückerin fährt nicht nach Oslo - Kerstin Freking ist nicht traurig über Ausscheiden
10.03.2010
Ameos-Klinik: Patientin tötet Patientin
10.03.2010
Schüler für Risiken sensibilisieren
10.03.2010
Durfte Gericht Telefondaten nutzen?
10.03.2010
„Ruf doch die Polizei“
10.03.2010
Schüler beweisen sich als Marketingexperten
Sport regional
10.03.2010
KK Zagreb - Artland Dragons 69:67 16:17 - 18:15 - 15:15 - 20:20
09.03.2010
Lebende Legenden zum Geburtstag
08.03.2010
Kompakt Young Dragons: Qualität heute nicht gezeigt
08.03.2010
Artland Dragons - TBB Trier 76:73 15:14 - 21:20 - 24:22 - 16:17
08.03.2010
„Ich habe Hall ins Bett gesteckt“
08.03.2010
Heidenheim - VfL 1:0 (0:0)
Kultur
10.03.2010
Rebellion im Klassenzimmer
10.03.2010
Drei Schlitzohren mit Bombentalent
10.03.2010
Die Sehnsucht alter Männer
10.03.2010
Willkommen im Massengrab
10.03.2010
Nicht noch ein Label!
09.03.2010
Hässliches Gezerre
Kreis Emsland
10.03.2010
„Minister steht unverbrüchlich zum Transrapid“
10.03.2010
Luxusliner weicht starken Böen aus
09.03.2010
Celebrity Eclipse-Überführung wegen schlechter Wetterprognosen vorverlegt
10.03.2010
Luxusliner weicht starken Böen aus
09.03.2010
Gerd Henkel für die Region aktiv
09.03.2010
„Perle“ in Venhaus wird weiter poliert
Rund um Osnabrück
10.03.2010
Das kleine Tennis mit dem großen Ball
10.03.2010
Auf sie wartet ein volles Freizeit-Programm
10.03.2010
Straßenkinder erzählen aus ihrem Leben
10.03.2010
Vier Elemente für den Sommer
10.03.2010
Zwei gute Zwecke sind einer zu viel
09.03.2010
Wenn die schwarze Wolke kommt
Südkreis
10.03.2010
Senioren werden fit am Rechner
10.03.2010
Musikalisches Wochenende zum Frühling
10.03.2010
Volltrunken im Elektro-Rollstuhl
10.03.2010
Zuschüsse für Kindergärten und Krippen
10.03.2010
Festwirtschaft der Schützen ist vergeben
09.03.2010
Kaum da, schon die ersten Ideen
Tecklenburger Land
10.03.2010
Das Risiko arbeitet immer mit
10.03.2010
Wärme aus den Tiefen des Steinbruchs
10.03.2010
Lotter Schützen besuchen den Bundestag
10.03.2010
Männerkreis ruft die Polizei
10.03.2010
Standorte für Lotter Büchereien bleiben erhalten
10.03.2010
Heimatfreunde hatten Spaß rund um den Hering
Emslandsport
10.03.2010
Hartwig leitet Modellprojekt
10.03.2010
Top-Reiter im Dienst der guten Sache
09.03.2010
SVM-Test in Biene heute um 19 Uhr
09.03.2010
Thy schießt sich für Länderspiel in Lingen warm
09.03.2010
Emsländische Favoriten liegen vorn
08.03.2010
LG-Läufer trotzen widrigen Verhältnissen bei Cross-DM

© 2010