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Mit Enercon wird weiter verhandelt
Haren.
Einig sind sich die CDU- und SPD-Stadtratsmitglieder in Haren. Sie gehen weiterhin davon aus, dass die Firma Enercon an ihrer Ansiedlungsabsicht im Industriegebiet Eurohafen festhält. In einer gemeinsamen Presserklärung wird erläutert, dass die Firma Enercon die Absicht zur Ansiedlung in einer Vereinbarung zum Ausdruck gebracht habe, die im November letzten Jahres abgeschlossen worden sei. Seitdem habe es mehrmalige Abstimmungsgespräche zwischen der Stadtverwaltung und der Unternehmensleitung gegeben.
Auch in der jüngsten Zeit hätten solche Gespräche stattgefunden, über deren detaillierten Inhalt allerdings Vertraulichkeit vereinbart worden sei. Dies sei bei nahezu allen Betriebsansiedlungen üblich. „Wir haben überhaupt keinen Grund, an der Absicht der Firma Enercon, die uns als ein vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner bekannt ist, zu zweifeln“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Cosse. Die Gründung einer Bürgerinitiative, die sich für neue Arbeitsplätze in Haren einsetzen wolle, stehe dem grundsätzlich auch nicht entgegen. Der Forderung der BI, Auskunft über laufende Ansiedlungsgespräche in die Öffentlichkeit zu tragen, könne man allerdings aus verständlichen Gründen nicht nachkommen, da dies sich kontraproduktiv auf die Ansiedlungsgespräche auswirke. Eine Verquickung des Themas mit der Ansiedlung eines Steinkohlekraftwerkes in Dörpen solle zwar von verschiedenen Seiten in den Vordergrund gestellt werden, wird allerdings von CDU und SPD im Harener Stadtrat strikt abgelehnt. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und wir Harener sollten uns nicht in eine vor allem Dörpener Angelegenheit einmischen. Im umgekehrten Fall würden wir uns eine Einmischung Dritter wohl auch verbitten“, kommentiert SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Wilde die Situation. Die Ansiedlung an eine Bedingung zu knüpfen, die überhaupt nicht durch die Stadt Haren zu beeinflussen ist, sei insofern eher als ein Mittel zur Verdeutlichung der eigenen energiepolitischen Ansichten zu verstehen. Die vom Sprecher der Dörpener BI festgestellte geringe Beteiligung an einer Aktion in Haren mache außerdem deutlich, so die beiden Fraktionschefs, dass die Harener Bevölkerung zu Recht darauf vertraue, dass sich Bürgermeister Markus Honnigfort, der sich in dieser Sache einer breiten Unterstützung durch den Stadtrat sicher sein könne, auch weiterhin mit vollem Engagement für die Ansiedlung einer Rotorblattfabrik am Eurohafen einsetzen werde. Erfolgreiche Gewerbeansiedlungen erforderten stets ein „waches Auge und klaren Verstand“, sodass in dieser Sache weder in der Politik noch in der Verwaltung jemand „wachgerüttelt“ werden müsse.
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