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September 2008 |
27.09.2008 |

Ideen aus dem Emsland für Brasilien
mf Haselünne.
Nicht nur um die deutsche Sprache zu lernen ist der Brasilianer Augusto Machado Paim mit einem Au-pair-Programm für ein Jahr nach Haselünne gekommen. Der Journalist will für die Internet-Zeitung eines Kulturinstituts Vergleiche zwischen beiden Ländern anstellen.
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| Sein Heimatland zeigt Augusto Machado Paim an der Weltkarte auf dem Kühlturm des ehemaligen Kraftwerks in Meppen-Hüntel. Foto: Manfred Fickers |
Der 22-Jährige, der im vergangenen Jahr sein Studium abgeschlossen hat und danach für ein Kulturinstitut in der Millionenstadt São Paulo arbeitete, hat zweieinhalb Jahre am dortige Goethe-Institut Deutsch gelernt. „Viele Menschen im Süden Brasiliens haben deutsche Wurzeln“, sagt Machado Paim. Dies habe ihn neugierig gemacht. Er stammt aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul an der Grenze nach Argentinien.Sein Arbeitsschwerpunkt ist der Kulturbereich. Aber diesen Begriff haben die Macher der Internet-Zeitung weit gefasst. Es werden viele Aspekte des gesellschaftlichen Lebens aufgegriffen. Machado Paim hat sich vorgenommen, in den nächsten Monaten im Emsland Themen zu recherchieren und Beiträge zu verfassen, die sich auf seine bisherige Arbeit für die Internet-Zeitung beziehen. Dazu gehört die Abfallwirtschaft. In Brasilien gibt es noch Müllhalden und Menschen, die unter schrecklichen Bedingungen Verwertbares aus den Hinterlassenschaften anderer herausholen. Bei uns erlebt der junge Journalist ein hochtechnisiertes System, dass Umweltbelastungen möglichst vermeiden will. Da gibt es viele Fragen, auf die er Antworten sucht. Sein Ziel ist es, die Lösungen für Probleme, die im Emsland angewandt werden, in Brasilien zur Diskussion zu stellen. Ein anderes Thema ist die Armut. Für eine Beitrag hat Machado-Paim in den Armenvierteln, den Favelas, von Rio de Janeiro recherchiert. Die Familien in Haselünne, bei der er wohnt, hat zwei Brüder aus einem solchen Armenviertel adoptiert. Hier erlebt der Journalist, wie sich die in Brasilien und Deutschland diskutierten Auslandsadoptionen auswirken. Einen großen Unterschied hat der 22-Jährige bemerkt. „Soziale Probleme werden in Brasilien von der Mehrheit der Bevölkerung übersehen.“ Die Netzwerke staatlicher und ehrenamtlicher Hilfen für Menschen in Notlagen in Deutschland haben ihn beeindruckt. Warum es auch in der reichen Bundesrepublik Menschen in Armut gibt, ist eine andere Frage, der er nachgehen will.
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